Vitamin D – Das Sonnenhormon.

Vitamin D ist eine spannende Substanz. Bislang völlig unterschätzt, erkennen immer mehr führende Wissenschaftler auf der ganzen Welt, dass ohne Vitamin D nichts funktioniert, bei wenig Vitamin D wenig und erst bei reichlicher Vitamin-D-Versorgung das Leben rund läuft.

Warum sollte man seinen Vitamin D-Spiegel kennen?

Vitamin D spielt eine wesentliche Rolle bei der Regulierung des Calcium-Spiegels im Blut und beim Knochenaufbau. Darüber hinaus hat Vitamin D aber noch weitere wichtige Aufgaben:

  • es regt den Muskelaufbau an
  • ist unabdingbar für starke Knochen
  • fördert ein gesundes Nervensystem
  • bessert die Laune
  • unterstützt das Immunsystem
  • senkt das Risiko für Diabetes
  • hilft bei Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • kann das Krebsrisiko senken

Streng genommen ist Vitamin D jedoch kein Vitamin, sondern ein Hormon, dass wir in unserer Haut selbst herstellen können – und zwar aus

Cholesterin plus Sonne!

Etwa 90 – 95 % unseres Vitamin-D-Vorrats im Körper werden selbst produziert. Dies sagt aber noch nichts darüber aus, ob unsere Versorgung mit Vitamin D wirklich ausreichend ist, denn dazu ist genügend vom richtigen Sonnenlicht notwendig. Meist verbringen wir aber einen großen Teil des Tages in geschlossenen Räumen. Doch auch bei einem Aufenthalt in der Sonne vermindert die zunehmende Verwendung von Sonnenschutzcremes die Synthese von Vitamin D. Auch hat in unseren Breiten die Sonne zwischen Oktober und April nicht genügend Intensität, um die Vitaminproduktion anzuregen.

Die Aufnahme von Vitamin D über die Nahrung ist bei uns eher gering. Es findet sich vor allem in Fettfischen, Innereien, Pilzen, Eiern und in begrenztem Maße auch in Milchprodukten. Der Bedarf an Vitamin D, dass z.B. über die Nahrung zugeführt werden sollte, wird umso größer, je kürzer die Zeit ist, die ein Mensch im Freien verbringt.

Daher ist das Argument, die Aufnahme von Vitamin D sei neben der Eigenproduktion nur von sekundärer Bedeutung, nicht zutreffend.

Für eine optimale Funktion unseres Körpers ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D und gut gefüllte Speicher Voraussetzung.

Eine Unterversorgung mit Vitamin-D scheint nach bisherigen Untersuchungen ein Risikofaktor für folgende Erkrankungen zu sein:

  • Autoimmunkrankheiten (wie z. B. Multiple Sklerose, Morbus Crohn, Diabetes mellitus Typ 1, Systemischer Lupus erythematodes)
  • Infektionskrankheiten, wie Tuberkulose oder Atemwegsinfekte
  • Bluthochdruck und Kardiovaskuläre Erkrankungen
  • Verschiedene Krebsarten
  • Osteopenie und Osteoporose
  • Metabolisches Syndrom
  • Allgemein erhöhte Sterblichkeit
  • Muskelschwäche und -schmerzen und Fibromyalgie
  • Demenz und Parkinson-Krankheit
  • Hirnleistungsstörung

Auch lässt sich das Sturzrisiko von Menschen über 65 Jahren durch einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel deutlich reduzieren.

Um den Vitamin-D-Spiegel zu bestimmen, genügt eine einfache Blutuntersuchung, die in meiner Praxis durchgeführt werden kann. Dies ist empfehlenswert z.B. vor Beginn einer geplanten Supplementierung und im Herbst.

Vitamin-D-Mangel ist gesundheitsgefährdend! Und richtiges Sonnen ist die wichtigste Vitamin-D-Quelle. Doch: Je nach Hauttyp, Jahreszeit und anderen Faktoren kann die Sonne nicht für den notwendigen Spiegel sorgen. Eine Hinzufügung von außen ist in den meisten Fällen unumgänglich. Wenn Risiken durch Vorerkrankungen ausgeschlossen sind, steht einem optimalen Vitamin-D-Spiegel nichts mehr im Wege.

Literaturhinweise:

  1. Heilkraft D: Wie das Sonnenhormon vor Herzinfarkt,
    Krebs und anderen Zivilisationskrankheiten schützt / Dr. Nicolai Worm
  2. Wikipedia